EGO ST1300E vs. Makita DUR368LZ
Beide werden solo verkauft und beide laufen nur mit Faden, doch sie setzen unterschiedliche Prioritäten: EGO setzt auf rohe 56V-Power, Makita auf ein klassenführend geringes Gewicht. Hier ist der echte Unterschied.
Keine der beiden ist eine messerfähige Motorsense, und keine wird mit Akku geliefert — der Vergleich dreht sich also nicht darum, wer gröberes Gelände räumt, sondern darum, welche Akku-Plattform und welcher Kompromiss besser zu dir passt. Die EGO ST1300E setzt auf eine große 56V-Plattform für nahezu benzinartige Schnittkraft, während die Makita DUR368LZ auf einen leichteren, bürstenlosen Aufbau setzt, der die Arme über eine lange Session hinweg schont. Beide sind reine Fadenmaschinen, beide werden solo verkauft, und beide setzen voraus, dass du bereits in ihr jeweiliges Akku-Ökosystem investiert hast — oder bereit bist, es zu tun.
Auf einen Blick
| EGO ST1300E | Makita DUR368LZ | |
|---|---|---|
| Leistung | 56V ARC Lithium | 36V (2× 18V LXT), bürstenlos |
| Schnittbreite | 33 cm | 23-35 cm |
| Gewicht | Mittleres Gewicht | ~3,9 kg (leichter) |
| Schneidkopf | Nur Faden, keine Messeroption | Nur Faden, keine Messeroption |
| Akku im Lieferumfang | Nein — Solo-Gerät | Nein — Solo-Gerät |
| Akku-Ökosystem | EGO 56V ARC Lithium | Makita 18V LXT (riesig, geräteübergreifend) |
| Am besten geeignet für | Längeres Gras, will rohe Power | Lange Einsätze, will geringes Gewicht |
Power gegen Gewicht: der eigentliche Kompromiss
Hier trennen sich die beiden Maschinen wirklich. EGOs 56V-ARC-Lithium-Plattform ist ein echter Spannungssprung gegenüber den meisten Akku-Motorsensen, und die ST1300E ist darauf gebaut, das auch zu zeigen — sie hält die Schnittdrehzahl auch in längerem, dichterem Gras, statt einzubrechen, und schließt damit einen Großteil der Lücke zu einer Benzin-Motorsense. Die Makita DUR368LZ jagt diesem Leistungswert nicht in gleicher Weise hinterher. Ihr 36V-Twin-LXT-bürstenloser Motor läuft ruhig, effizient und bietet drei Geschwindigkeitsstufen, doch das eigentliche Verkaufsargument der DUR368LZ ist das Gewicht: Mit rund 3,9 kg ist sie tatsächlich eine der leichtesten professionellen Akku-Motorsensen, die man kaufen kann. Steht bei dir das Durchschneiden von zäherem, längerem Gras mit weniger Durchgängen im Vordergrund, hat die EGO die Nase vorn. Geht es dir eher um Komfort über eine Session von mehr als einer Stunde — weniger Arm- und Schulterermüdung —, ist die Makita das durchdachtere Werkzeug.
Schnittbreite und Leistungsfähigkeit
Die 33 cm Schnittbreite der EGO und die 23-35 cm der Makita liegen für den täglichen Rasenkanten-Einsatz und die allgemeine Grasflächenpflege in ähnlichem Terrain — in der Praxis ist keine deutlich breiter als die andere. Identisch sind sie darin, was sie nicht können: Beide sind strikte Fadentrimmer. Keine nimmt ein Metallmesser auf, weshalb Brombeeren, verholzte Triebe und wirklich dichtes Gestrüpp bei beiden Maschinen tabu sind. Wächst in deinem Garten diese Art von Bewuchs, solltest du dich anderweitig umsehen — Makitas eigene messerfähige DUR369AZ ist der naheliegende Schritt innerhalb derselben Marke, oder eine Benzin-Motorsense, wenn du noch mehr Reserven willst.
Solo-Gerät, gleich doppelt
Keine der beiden Motorsensen enthält einen Akku oder ein Ladegerät, weshalb der Preis auf der Verpackung nur einen Teil der tatsächlichen Kosten abbildet. Die EGO ST1300E benötigt einen 56V-ARC-Lithium-Akku — eine Plattform, die weniger verbreitet ist als die von Makita, dafür aber im gesamten breiteren 56V-Sortiment von EGO aus Mähern, Laubbläsern und Kettensägen geteilt wird. Die Makita DUR368LZ benötigt zwei 18V-LXT-Akkus — vermutlich das größte Akku-Ökosystem im Handwerks- und Heimwerkerbereich, das von Bohrmaschinen bis zu Sägen so ziemlich alles abdeckt. Startest du wirklich bei null, ist beide Investitionen langfristig vertretbar, doch prüfe zuerst, was du (oder dein Haushalt) bereits besitzt, bevor du Listenpreise vergleichst — denn das auf dem Papier “günstigere” Gerät kann am Ende leicht teurer werden, sobald die Akkus mit eingerechnet sind.
Wähle die EGO ST1300E, wenn…
- Du die maximale Schnittkraft willst, die eine reine Faden-Akku-Motorsense bieten kann
- Dein Gras tendenziell eher länger oder dichter ist als ein gepflegter Rasen
- Du bereits eine EGO-56V-Geräteflotte besitzt — oder aufbauen willst
- Dir leiser, abgasfreier Betrieb in Hausnähe wichtiger ist als reine Leichtigkeit
Wähle die Makita DUR368LZ, wenn…
- Geringes Gewicht und ganztägiger Komfort dir wichtiger sind als maximale Leistung
- Du bereits Makitas 18V-LXT-Akkusystem besitzt (oder einsteigen willst)
- Du hauptsächlich Gras und leichten Bewuchs schneidest, nicht dichte, überwucherte Flächen
- Dir ein bürstenloser Motor und Makitas professionelle Verarbeitungsqualität wichtig sind
Was solltest du kaufen?
Wenn dir rohe Schnittkraft durch längeres Gras wichtig ist und du bereit bist, in EGOs 56V-Plattform zu investieren — oder sie bereits besitzt —, ist die EGO ST1300E die stärkere Wahl. Wenn du lieber etwas Spitzenleistung gegen ein spürbar leichteres, komfortableres Gerät eintauschst und bereits in Makitas LXT-Ökosystem investiert bist (oder offen dafür bist), ist die Makita DUR368LZ die bessere Begleiterin für lange Einsätze.
So oder so: Beide werden solo verkauft und beide sind reine Fadenmaschinen. Kalkuliere die Akkus ein, die du tatsächlich brauchst, bevor du Gesamtpreise vergleichst, und schließe beide aus, wenn Brombeeren oder verholztes Gestrüpp regelmäßig in deinem Garten vorkommen — das ist ein Job für eine messerfähige Maschine, keine von beiden.
Häufige Fragen
Ist die EGO ST1300E leistungsstärker als die Makita DUR368LZ?
Auf dem Papier ja — die 56V-ARC-Lithium-Plattform der ST1300E verschafft ihr einen Leistungsvorteil und sie ist darauf ausgelegt, auch in längerem, dichterem Gras die Schnittdrehzahl zu halten. Der 36V-bürstenlose Motor der Makita läuft ruhig und effizient, zielt aber eher auf Komfort und Kontrolle als auf reine Kraft.
Welche ist leichter, die EGO oder die Makita?
Die Makita DUR368LZ, eindeutig. Mit rund 3,9 kg ist sie eine der leichtesten professionellen Akku-Motorsensen auf dem Markt. Die EGO ST1300E ist eine Motorsense im mittleren Gewichtsbereich — handhabbar, aber nicht wie die Makita konsequent auf minimales Gewicht getrimmt.
Wird bei einer der beiden ein Akku mitgeliefert?
Nein — beide werden als Solo-Geräte verkauft. Die EGO ST1300E benötigt einen 56V-ARC-Lithium-Akku samt Ladegerät, die Makita DUR368LZ benötigt zwei 18V-LXT-Akkus samt Ladegerät. Diese Kosten solltest du einkalkulieren, bevor du die reinen Listenpreise vergleichst.
Kann eine von beiden Brombeergestrüpp oder Gestrüpp schneiden?
Nein. Beide sind reine Fadenmaschinen ohne Messeraufsatz und damit für Gras, Rasenkanten und leichten Überwuchs gebaut, nicht für verholztes Gestrüpp. Für Brombeeren oder junge Triebe lohnt sich der Blick auf eine messerfähige Motorsense wie Makitas eigene DUR369AZ.
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